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kultur

23|05|2013
Donnerstag

Plakatsujets für den Kreislauf 4+5 2013

Dieses Wochenende laden wieder nahezu 90 Ateliers und Boutiquen in den Zürcher Stadtkreisen 4 und 5 zum Bummeln ein. Diesmal beginnt das frohe Shoppen schon am Freitag, pünktlich zur Apérostunde um 17 Uhr. Die Läden bleiben bis 21 Uhr geöffnet. Ausgesuchte Objekte und dazu noch zu einem extra günstigen Preis sind exklusiv am Freitagabend zu erstehen. Die Liste dieser Objekte der Begierde finden Sie hier.

Neuerdings können noch mehr Shops besucht werden, ohne sich die Füsse wund zu laufen – dank eTukTuks, die für 5 Franken den ganzen Tag zur Verfügung stehen.

Mit von der Partie sind unter anderem Making Things, Walter und die Schmuckdesignerinnen Franziska Gnos und Simone Gugger (v.l.n.r.)

RedaktionNina Huber
23|05|2013
Donnerstag

«Parker», Darwyn Cooke, nach dem Roman «The Hunter» von Richard Stark, Eichborn Verlag, Fr. 28.50.

Parker ist ein echt harter Kerl, und er sinnt auf Rache. An seiner hübschen, blonden Freundin, die ihn verraten hat. An den Gangstern, die ihn betrogen haben, niederschlugen und in einem brennenden Haus liegen liessen. Die gnadenlos taffe Story um den wortkargen Rächer aus der Feder von Richard Stark hat der Zeichner Darwyn Cooke in kontrastreiche, atmosphärisch dichte und detailverliebte Bilder gegossen. Die Handlung spielt anfangs der Sechziger Jahre, die Dekors, Kostüme und Settings erinnern heftig an die frühen Staffeln von «Mad Men». Wie Don Draper ist auch Parker eine Figur, die polarisiert. Er sieht zwar unverschämt gut aus, selbst in abgerissenem Zustand, aber sympathisch ist Parker nicht, nietet er doch kaltblütig seine Widersacher um. Und doch fiebert man bei der Lektüre mit dem bösen Buben mit, weil seine Motive durchaus nachvollziehbar sind.

Blick ins Buch: Illustrationen aus «Parker», Darwyn Cooke, Eichborn Verlag in der Bastei Lübbe GmbH & Co. KG.

Bestechend an der Graphic novel sind die rasanten Perspektivenwechsel, filmischen Schnitte und verblüffenden Zooms, mit denen der Zeichner Cooke seine schwarz-weiss-blauen Bilder montiert. Die hard-boiled-Stroy bildet einen reizvollen Gegensatz zum eleganten Strich, den Cooke führt. Wer nach dem Eichborn-Titel angefixt ist auf Parker und seinen Zeichner Cooke und mehr davon will, dem sei die englischsprachige «Martini-Edition» empfohlen, cirka A4-Format mit Schuber, 360 Seiten. Der luxuriöse Band ist im US-Verlag Idea und Design Works erschienen, bietet ein Making of und zahlreiche weitere Bilder von Darwyn Cooke. Die «Martini Edition» ist für rund 70 Franken zu haben, den ungefähren Gegenwert von drei der Trend-Drinks aus den 60ern nach heutigen Preisen. Und drei Martinis, das gab schon Frank Sinatra zu, sind schlicht zu viel. Auch für harte Kerle. 

«Parker» The Martini Edition (englisch), Darwyn Cooke, Idea and Design Works.

 

 

RedaktionAnita Lehmeier
23|05|2013
Donnerstag

Der Swiss Photo Award-ewz.selection kürt seit 15 Jahren jährlich die besten Schweizer Fotoarbeiten aufgrund ihres hohen handwerklichen und künsterischen Niveaus. Dieses Jahr überzeugt der Award besonders. Einerseits durch die überaus klare Ausstellungsform und andernseits durch die neu eingeführte Kategorie Reportage. Diese bietet Plattform für ergreifende Themen, die durch eine hohe Ästethik überzeugen und teilweise unveröffentlicht blieben. In der Kategorie Fashion brilliert einmal mehr Amanda Camenisch mit ihrer Arbeit für ein Englisches Online Magazin.

Ausstellung bis am 2. Juni 2013, täglich von 12 - 20 Uhr im EWZ-Unterwerk Selnau, Selnaustrasse 25, Zürich und zahlreiche Rahmenveranstaltungen.

http://www.ewzselection.ch

RedaktionSusanne Märki
Kategorie Fotografie
21|05|2013
Dienstag

«...ein Lächeln, dass einem für alle Ewigkeit Mut zusprach.» Solche verschenkt Jay Gatsby (Leonardo DiCaprio). © Filmstills Warner Bros.

Lust auf eine rauschende Party?  Liebesleid und -freud? Dann gönnen Sie sich «The Great Gatsby», jetzt im Kino! Der Australier Baz Luhrmann («Moulin Rouge!», «Romeo + Juliet») hat den Roman von F. Scott Fitzgerald mit Pomp, Pracht und Pop sowie einem fantastischen Ensemble auf die Leinwand gestemmt. Herausgekommen ist ein Augenschmaus der Extraklasse. Zwei Stunden lang kann man sich trunken sehen an Art-Déco-Interieurs, 20er-Jahre-Outfits vom Feinsten, Tiffany-Preziosen, Flapperkleidern und einer Extravaganz sondergleichen. So schön und schön sichtbar wurde selten ein Mega-Budget, wie es Luhrmann zur Verfügung stand, auf die Leinwand geklotzt wie in dieser opulenten Verfilmung.

Daisy Buchanan (Carey Mulligan) ist Gatsbys grosse Liebe.

Diese neueste Adaption von Fitzgeralds 1925 erschienenem Roman besticht auch durch den Cast: Leonardo DiCaprio gibt einen so charmanten wie mysteriösen Gatsby. Der vielleicht beste Charakterdarsteller unserer Zeit sieht in den Kleider der Roaring Twenthies einfach unverschämt gut aus, und bisweilen erweist er mit seinem Spiel Robert Redford die Referenz, der 1974 in die Rolle des grossen Gatsby geschlüpft war. Schlicht entzückend ist Carey Mulligan als Daisy, Gatsbys Jugendliebe, die einen wohlhabenden Sportler geheiratet hat, während Gatsby im Krieg war. Nun hat sich der märchenhaft reiche Gatsby ein Schloss in der Nähe von Daisy und ihrem Mann Tom errichten lassen, in der festen Überzeugung, seine Liebe doch noch erobern zu können. Er schmeisst gigantische Parties, mit der Hoffnung, Daisy käme auch. Abend für Abend steht er am Ufer vor seinem Schloss, blickt über die Bucht und starrt die grüne Signallampe vor Daisys Haus an, als wärs ein Zeichen der Hoffnung.

Nick Carraway (Tobey Maguire) freundet sich mit seinem steinreichen Nachbarn Gatsby an.

Erzählt wird das Drama aus der Sicht von Gatsbys mausarmen Nachbar Nick Carraway (Tobey Maguire), der sich mit dem exzentrischen Millionär anfreundet. Fasziniert beobachtet Nick das Treiben der High Society, ihren Müsiggang, ihre Affairen, Illusionen und Betrügereien. Nick, entfernt verwandt mit der kapriziösen Daisy, lässt sich von Gatsby einspannen, die beiden zusammenzubringen bei einer Tee-Einladung. Gatsby und Daisy verlieben sich erneut. Doch das Schicksal steht den beiden wieder vor dem Glück. Fürs grosse Finale hilfts, wenn man Kleenex dabei hat. 

 

RedaktionAnita Lehmeier
17|05|2013
Freitag

 

Text: Christian Hug

Thirty Seconds To Mars, Vanessa Paradis

Thirty Seconds To Mars: «Love Lust Faith + Dreams» (Universal)
Jared Leto mag es ja nicht so, wenn man mit seinem Renommee als Schauspieler für seine Band wirbt – er hat deswegen auch schon Konzerte abgesagt. Leto versteht sich mehr als Musiker denn als Schauspieler, und Thirty Seconds To Mars möchte sich im Trio als Kunstprojekt verstanden wissen. Entsprechend ziert ein Bild von Damien Hirst das Cover der inzwischen vierten CD. Die Aktionskunst bestand wohl darin, dass die weltweite Erstausstrahlung des Albums von der Nasa-Weltraumstation ISS aus einer Höhe von 230 Meilen erfolgte. Und der Albumtitel symbolisiert die vier Elemente. Nun gut: Musikalisch wird das neue Werk den hohen Ansprüchen gerecht. Das sind breite Klangwände, hymnischer Stadionrock und grosse Gesten, die dank intelligenter Drehs und Wendungen nie zur blossen Fassade verkommen. Die vorwärtstreibende Dynamik hält den Spannungsbogen über die ganzen zwölf Songs aufrecht, und am Ende klingt alles wie eine logische und gelungene Weiterentwicklung des Vorgängeralbums «This Is War».

Vanessa Paradis: «Love Songs» (Barclay/Universal)
Vielleicht ist das irgend so eine Art Gegenreaktion bei Frauen von öffentlichem Interesse, dass sie unverzagt Liebeslieder singen, nachdem sie von ihren Typen verlassen worden sind. Bei uns hatten wir den Fall Francine Jordi mit «Verliebt Geliebt», Frankreich hat nun «Love Songs» von Vanessa Paradis. Und wie schon bei Francine keine rede war von Florian Ast, erwähnt auch Vanessa den Namen Johnny Depp mit keinem Wort. Stattdessen hat sie sich für ihr sechstes Album vor allem mit Benjamin Biolay zusammengetan, in Frankreich eine recht grosse Chanson-Nummer, und einigen anderen Schreibern und Komponisten, und, naja, trällert von der Liebe. Dabei sollte man bei Vanessa keinen Tiefgang erwarten: Wie immer verkörpert die zierliche Madame das Leichtfüssig-Heitere, sie haucht lieber als dass sie analysiert, und deshalb sind die Chansons auch keine wirklichen Meilensteine. Dafür gibt’s als Doppel-CD gleich zwanzig davon. Ein paar Songs hat sie sogar selber geschrieben.

Jamie Cullum, Keith Top Of The Pops & His Minor UK Indie Celebrity All-Star Backing Band

Jamie Cullum: «Momentum» (Universal)
Bisher hat Jamie Cullum so ziemlich alle Preise abgesahnt dafür, dass er dem Jazz die Leichtigkeit und Massenverträglichkeit zurückgegeben hat, ohne den Jazz zu verleugnen – und für seine entsprechend eingejazzten Coverversionen von Pop-Songs. Nun macht er selber Pop, zum ersten Mal auch ohne Mitautoren. Was, wie er selber sagt, vor allem damit zu tun habe, dass er im vergangenen März zum zweiten Mal Vater geworden sei.  Und wenn sich einer wie er nach fünf tollen Jazz-Alben an den Pop wagt, kann man sich darauf verlassen, dass dieser Pop Stil und Tiefe hat. Weit weg vom üblichen Pop-Mainstream der Marke Will.i.am und um Klassen besser als zum Beispiel Bruno Mars. Vielleicht würde Elton John heute so klingen, wenn er vierzig Jahre jünger wäre. Wir empfehlen «When I Get Famous» allen Radios für deren Playlists. Besonders cool: «Love For $ale» mit Roots Manuva als Gastrapper.

Keith Top Of The Pops & His Minor UK Indie Celebrity All-Star Backing Band: «Fuck You, I’m Keith Top Of The Pops» (Corporate/SnoWhite)
Herrje, dieser Bandname! Aber was für eine Geschichte dahinter: Da war dieses Konzert von Art Brut in der New Yorker Knitting Factory, wo in letzter Minute die Vorband ausfiel und jemand den Gitarristen und Sänger Keith Top fragte, ob er einspringen wolle. Kurzentschlossen betrat er mit ein paar Freunden die Bühne und rockte drauflos. Seither kann eigentlich in der Band mitspielen, wer will, zeitweise sind das mehr als 20 Musiker. Und es gibt nur zwei Regeln: keine Proben und keinen Soundcheck. Der Rest ist Rockfeeling pur, alles frisch und spontan, ganz im Geiste von Iggy Pop, dessen neues Album mit den Stooges letzte Woche an dieser Stelle besprochen wurde. Wem dieses Album gefällt, der wird auch das Debüt von Keith mögen, das zwar nicht ganz so kräftig ist wie Iggy, aber immerhin ein lustiges Schmankerl zwischendurch.

RedaktionAnita Lehmeier
17|05|2013
Freitag

Drei Sorten von leckeren Schokoladenkäfer.

Im Wonnemonat ist der Maikäfer los – zumindest beim Chocolatier Vollenweider. Die süssen Kreationen, die es in den unterschiedlichsten Variationen und nur noch bis Ende Mai gibt, werden alle von Hand gegossen und verziert. Die kleinen Käferchen kosten CHF 5.50.-, die grösseren zwischen 9.50.- und 59.-.

RedaktionNina Huber
17|05|2013
Freitag

In dem neu eröffneten Flagship-Store an der Oberen Kirchgasse 8 in Winterthur verkauft Griesbach eigene Taschen, Kleinaccessoires und Gürtel. Aber auch andere Produkte, wie Foulards und Kaschmir-Schals von Alpi CashmereMilleneufcentquatrevingtquatre und Phine sowie die exklusiven Duftkerzen von Cire Trudon oder die Schweizer Nischenparfums von Ys Uzac und die Notizbücher von Whitebook.

Öffnungszeiten:

Montag bis Freitag  10 - 18.30 Uhr
Donnerstag  10 - 20 Uhr
Samstag  10 - 17 Uhr

RedaktionRaphaela Haenggi
17|05|2013
Freitag

Die Ausstellung "Talk to the Hand" im Helmhaus Zürich dauert bis am 23. Juni 2013.

Stinkefinger mit Marienkäferli und Kohlezeichnungen von Huber.Huber.

Arbeiten von Beni Bischof.

Von protestierenden Fäusten in den täglichen Nachrichten bis zu erhobenen Däumchen in den Social Media: Effizienter als über Gesten lassen sich menschliche Emotionen kaum ausdrücken. Die Gruppenausstellung «Talk to the Hand» zeigt im Helmhaus Zürich, wie Schweizer Künstlerinnen und Künstler wieder vermehrt in dieses umkämpfte Feld menschlicher Kommunikation eingreifen - kurz bevor es zum Normalfall wird, dass Technologiekonzerne Gesten patentieren lassen.

Mit den Künstlern: Manon Bellet, Beni Bischof, Frank Bischof, Nesa Gschwend, Thomas Hirschhorn, David Hominal, Huber.Huber, Franziska Koch, Sara Masüger, Ernestyna Orlowska, Levent Pinarci, Gregory Polony, Roland Roos, Katja Schenker, Sally Schonfeldt, Karin Schwarzbek, Diana Seeholzer, Stefan Wegmüller, Hans Witschi.

Bis zum 23. Juni im Helmhaus Zürich, Limmatquai 31.

Führungen und Veranstaltungen sind hier ersichtlich.

RedaktionMartina Russi
16|05|2013
Donnerstag

Trix und Robert Haussmann, Armin Hofmann, Martin Leuthold

Heute wurden die Gewinner des «Grand Prix Design 2013» bekannt. Für ihr Lebenswerk ausgezeichnet wurden die Architekten und Designer Trix und Robert Haussmann, der Grafikdesigner Armin Hofmann sowie der Textildesigner Martin Leuthold. Das Bundesamt für Kultur vergibt den renommierten Preis jährlich an Gestalterinnen und Gestalter, die auf nationaler und internationaler Ebene massgeblich zum Ruf des Schweizer Designs beitragen. Im Rahmen der Vintage-Möbelmesse «Design Miami/ Basel» (11. bis 16. Juni 2013) werden videografische Porträts der Gewinner gezeigt.

Bekannte Beispiele ihres Schaffens: Plattenregal für Röthlisberger, Trix und Robert Haussmann; Plakat «Die gute Form», Armin Hofman; Christian Dior, Haute Couture Spring/Summer 2013 Martin Leuthold ©Schlaepfer

RedaktionNina Huber
16|05|2013
Donnerstag

© Frank Blaser

Die Gewinner des Swiss Photo Award - ewz.selection stehen fest! Die internationale Fachjury hat am 9. Februar 731 Arbeiten mit 5481 Bildern von 541 Fotografen bewertet, die Besten bestimmt und 35'000 CHF Preisgelder vergeben!

© Frank Blaser

Die Awards werden heute an der Ausstellungsvernissage zum Swiss Photo Award - ewz.selection in Zürich an die Gewinner übergeben. Neben den 7 Kategoriensiegern zeigt die Ausstellung im Mai in Zürich die insgesamt 53 besten Arbeiten des Jahres 2012.

© Frank Blaser

In der Kategorie FASHION gewann Frank Blaser mit seiner Strecke "Der Kuss" den Fotopreis von Bolero. Die Ausstellung läuft noch bis zum 2. Juni, mehr Info's gibt es auf der Webseite www.ewzselection.ch.

RedaktionRaphaela Haenggi
Kategorie EWZ Selection

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