Bastian Baker hat Platin gekriegt für 30'000 verkaufte Debütalben und gleich nochmal Platin für seine Single «I’d Sing For You» - wir gratulieren. Und hoffen, dass noch viele einheimische Musiker diese Auszeichnung kriegen. Gute Alben gäb’s mehr als genug. Wir bleiben dran: Neue Musik zum Wochenende.
Text: Christian Hug
La Coka Nostra: «Masters Of The Dark Arts» (Fat Beats/Namskeio)
Da war die Freude gross, als ehemalige Mitglieder von House of Pain (immer noch der Partybringer: «Jump Around») wieder Lust auf Oldschool-Hip-Hop hatten, weitere Gleichgesinnte (Leute aus der Psycho-Realm- und der Special-Teamz-Crew) sich anschlossen und die Powerrapper 2009 unter dem Namen La Coka Nostra ihr Debütalbum «A Brand You Can Trust» veröffentlichten. Das war Rap der Marke In-your-face: kein Bling-Bling, kein In-da-Club-Geprotze, kein R&B-Geschmeide. Dafür Strassentauglichkeit und kraftvolle Raps mit wuchtigen Beats, heftigen Scratches und coolen Samplings. Das bleibt auch auf dem mittlerweile dritten Album unverändert und macht weiterhin Spass. Kommt am besten mit voll aufgedrehtem Subwoofer.
The Order: «1986» (Massacre/Musikvertrieb)
Sie waren immer schon die echteren Gotthard: The Order zelebrieren auf ihrem vierten Album wieder den straighten Hardrock, wie er in den Achtzigern in Hochform war. Oder in den Worten, die wir eben erst für La Coka Nostra verwendeten: Oldschool und in-your-face. Mehr muss man dazu nicht sagen und auch nicht über Sinn und Unsinn des rückwärtsorientierten Hardrock werweissen: Hardrock ist konservativ! Also: Lederjacke an, Luftgitarre umgeschnallt - und los, man schliesslich den Mädels imponieren! Klasse Album.